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LEADER bewegt Deutschland und Europa: Leipziger Muldenland profitiert von LEADER

Tuesday, 21.05.2019,

321 ländliche Regionen in Deutschland und viele weitere in ganz Europa erhalten Fördermittel der Europäischen Union für innovative regionale Projekte und bewegen damit viel vor Ort

LEADER steht für "Liaison Entre Actions de Dévelopement de l'Économie Rurale" (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) und ist ein methodischer Ansatz im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Förderung der ländlichen Räume.
 
Ziel von LEADER ist es, innovative Ideen zu entwickeln, damit ländliche Regionen sich zukunftsfähig entwickeln. Dazu haben sich in den Regionen Lokale Aktionsgruppen gegründet, die sich aus Sozial- und Wirtschaftspartnern, aber auch aus Partnern der Verwaltung zusammensetzen.

Gemeinsam entscheiden sie über die Verwendung eines LEADER-Budgets, für das sie sich zuvor beworben haben. Das bereit gestellte LEADER-Budget reicht dabei - je nach Bundesland und LEADER-Region - von 1,5 bis über 20 Millionen Euro! Mit diesem Geld können die Ideen der Akteure vor Ort umgesetzt werden. Um in den Genuss der Fördermittel zu kommen, müssen alle Regionen vorher ein Entwicklungskonzept verfassen. Dieses Konzept wird in der Regel mit Beteiligung der Einwohner in einem halben Jahr geschrieben. Das Konzept enthält eine Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken, außerdem meist ein Leitbild oder eine Vision sowie Ziele und Maßnahmen. Es wird auch dargelegt, wie und wer zu welchen Bedingungen gefördert wird.
 
Unsere LEADER-Region Leipziger Muldenland erhält von der EU für den Zeitraum von 2014 – 2020 22,1 Mio. Euro und hat mit diesen Geldern bis zum 30.04.2019 schon 249 Vorhaben in Angriff genommen, weitere sind schon von der Lokalen Aktionsgruppe beschlossen oder in Planung.

Aus dem Handlungsfeld Koordination & Kooperation kommen dabei 27 Vorhaben, die bisher durch das Entscheidungsgremium ausgewählt worden sind. Hierzu gehören, neben dem Betrieb der LAG und des Regionalmanagements, vor allem Projektmanagements zu Schwerpunkten und Komplexprojekten zur Zielerreichung der LES (13) und die Anbahnung sowie Durchführung von überregionalen Kooperationen (8).

Im Handlungsfeld Siedlungsstruktur wurden mit 134 der 249 Vorhaben bisher die meisten Vorhaben durch das Entscheidungsgremium ausgewählt. Das sind, überwiegend bei privaten Trägern wie z.B. jungen Familien, Vorhaben zur Umnutzung, Wiedernutzung & Sanierung von Gebäuden zum Wohnen (45) sowie der Abbruch bzw. Rückbau baulicher Anlagen und die Flächenentsiegelung (24), die sich relativ gleichmäßig über das LEADER-Gebiet verteilen.

Auch für die Sanierung und Wiedernutzung von Bausubstanz bei 34 soziokulturellen Einrichtungen und Anlagen (Gemeindezentren, Kirchen, Kinder- und Jugendhäuser, etc.) wurden bereits Fördergelder verteilt. Kommunen stellten vor allem Anträge im Bereich der Qualifizierung von öffentlich zugänglichen Freianlagen, wozu die Erneuerung und Gestaltung von Spiel- und Rastplätzen zählt (31). 

Aus dem Handlungsfeld Kommunale Infrastruktur kommen 34 Vorhaben, die bisher durch das Entscheidungsgremium ausgewählt worden sind. Hierzu gehören der Neu- und Ausbau bestehender Straßenbeleuchtung auf LED-Basis. 12 der insgesamt 14 Kommunen im LEADER-Gebiet haben in diesem Zusammenhang bereits ein oder mehrere Vorhaben bei der LAG eingereicht und gefördert bekommen.

Aus dem Handlungsfeld Lokale Wirtschaft kommen dabei 18 Vorhaben, die bisher durch das Entscheidungsgremium ausgewählt worden sind. Dabei handelt es sich um Vorhaben zur Umnutzung und Wiedernutzung von Gebäuden für den Ausbau von Unternehmens- und Dienstleistungsstandorten (4) sowie um Investitionen zur Ausstattung von Unternehmen (14).

Aus dem Handlungsfeld Landtourismus & Marketing kommen 33 Vorhaben, die bisher durch das Entscheidungsgremium ausgewählt worden sind. Dabei handelt es sich sowohl um bauliche Investitionen in bestehende Gebäude und zur Schaffung von Beherbergungskapazitäten (8) als auch um Vorhaben zur Sicherung und Schaffung kleiner touristischer Infrastruktur unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit oder sozialer Inklusion (13).

Auch die Neuschaffung und Weiterentwicklung von touristischen Angeboten (4) und die Unterstützung der Vermarktung regionaler Produkte (1) zählen zu diesem Handlungsfeld. Allein 7 Machbarkeitsstudien bzw. betriebswirtschaftliche Konzepte zur Entwicklung und Umsetzung neuer thematischer, touristischer Angebote konnten bereits durch LEADER-Förderung unterstützt werden.

Aus dem Handlungsfeld Umwelt & Klima kommen 3 Vorhaben, die bisher durch das Entscheidungsgremium ausgewählt worden sind. Dazu gehören Vorhaben zur Umsetzung abgestimmter Maßnahmen zur Pflege und Entwicklung der Gewässer sowie zum Hochwasserschutz (2) und die Vorhabenförderung im Bereich der Elektromobilität (1).

Gefördert werden auch regionale Ansprechpartner (Regionalmanager), die die Ideen der Einwohner aufnehmen, entwickeln und bei der Umsetzung begleiten. So werden nicht nur einzelne Vorhaben losgelöst voneinander unterstützt, sondern Projekte miteinander vernetzt, auch über LEADER-Regionen hinweg.

Vielleicht haben Sie keine Idee, was Europa alles für uns tut, aber Europa ist Alltag. Es sind nicht nur die freien Grenzen und die gemeinsame Währung, es sind gemeinsame Wertevorstellungen, die hier erarbeitet werden.

Jede Region hat die Möglichkeit sich durch selbstbestimmte Entwicklungsschwerpunkte und eigene Ideen zu profilieren und positiv zu entwickeln - für ein nachhaltiges und demokratisches freies gemeinsames Europa, das sich auch in Zukunft für Ihre / unsere Region und die Menschen, die darin leben, engagiert.

Fachtagung vernetzt Kreativwirtschaft und LEADER-Akteure

Monday, 20.05.2019,

Dass Künstler und Kreativschaffende nur in den Szenevierteln der Großstädte wohnen und arbeiten, ist ein längst überholtes Klischee. Der ländliche Raum ist für die Kultur- und Kreativwirtschaft bereits ein interessanter Standort – und umgekehrt. Welche Potenziale in der Verbindung der Kreativwirtschaft und den ländlichen Regionen liegen und wie diese noch besser gehoben werden können, thematisierte heute (26. April 2019) die simul+Fachtagung „LEADER trifft Kreativwirtschaft“ in Löbau.

„Gerade im ländlichen Raum eröffnen sich neue Möglichkeiten, nachhaltige Wirtschaftsstrukturen der Zukunft zu etablieren. Arbeit ist zunehmend digital vernetzt und damit nicht mehr primär ortsabhängig, das Pendeln zum Arbeitsplatz wird zunehmend durch Telearbeit verringert. Bestehende Handwerksbetriebe und Startups können sich digital vernetzen und ortsunabhängig neue Geschäftsmodelle und Produkte entwickeln“, sagte Staatsminister Thomas Schmidt bei der Eröffnung der Tagung des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Kooperation mit dem Sächsischen Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft „Kreatives Sachsen“ und der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung. „Während die Digitalisierung vermeintliche Nachteile des ländlichen Raums auszugleichen vermag, bieten seine Freiheiten und Freiräume große Vorteile. Bisher leer stehende Gebäude in grüner Umgebung können preisgünstig und individuell genutzt werden und damit sehr attraktiv für solche vernetzten Arbeitsplätze sein. Coworking Spaces ermöglichen den kreativen Austausch unterschiedlicher Branchen. Für Fachkräfte aus der Region und aus aller Welt können so hervorragende Bedingungen geschaffen werden.“

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine wachstumsstarke Zukunftsbranche. Die Unternehmen der Kreativwirtschaft greifen wie die regionalen LEADER-Gruppen Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb dynamischer Veränderungsprozesse auf. Eine gute Vernetzung von LEADER und Kreativschaffenden ist daher ein Baustein in Hinblick auf die Fortsetzung des LEADER-Programms nach dem Jahr 2020 und für die Zukunft der Kultur und Kreativität im ländlichen Raum. „Mit dem simul+Wettbewerb ‚Ideen für den ländlichen Raum‘ unterstützen wir kreative Lösungen zur Entwicklung des gemeinschaftlichen Lebens und Zusammenhalts im ländlichen Raum. Mit Prämien in Höhe von insgesamt zehn Millionen Euro unterstützen wir die Umsetzung dieser hervorragenden Projekte in unseren Dörfern und Kleinstädten“, sagte Staatsminister Schmidt. An der bisher ersten Wettbewerbsrunde mit 58 prämierten Projektideen hatten sich viele Vertreter der Kreativwirtschaft erfolgreich beteiligt. Eine zweite Wettbewerbsrunde soll am 21. August 2019 im Rahmen des Jahresforums der Zukunftsinitiative simul+ starten.

„Indem wir Chancen für kreatives Unternehmertum befördern, stärken wir die ländlichen Regionen als Standort. Die Kreativwirtschaft ist mit einem hohen Anteil von Selbstständigen und einer kleinteiligen Struktur vielfach durch neue und vielseitige Arbeitsformen und einen großen persönlichen Gestaltungsraum geprägt. Sie trägt auch zur Verbesserung des kulturellen Angebots und der Vielfalt im Bildungsbereich in ländlichen Regionen bei“, sagte Staatsminister Schmidt. „Zahlreiche Beispiele zeigen, dass Kreative gerade eine Vorliebe für weniger dicht besiedelte Räume entwickeln. Diese Räume haben ein großes Potenzial für Selbstorganisation und Selbstverwirklichung - sie wollen erobert werden!“ Die Zusammenarbeit von Kreativschaffenden mit den regionalen LEADER-Akteuren soll Impulse für konkrete Projekte vor Ort setzen. So sollen die Standortvorteile besser kommuniziert werden können. Daneben sollen auch geeignete Unterstützungsmöglichkeiten durch LEADER für Unternehmen der Kreativwirtschaft stärker herausgestellt werden. Dabei wurden beispielsweise Projekte wie das Netzwerk „Zukunftsorte“ in Brandenburg oder ein internationales LEADER-Kooperationsprojekt zu Coworking Spaces im Leipziger Muldenland vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt war die Vernetzung mit der Kreativszene der benachbarten polnischen Wojewodschaft Niederschlesien. Eine Exkursion zu Unternehmen der Kreativwirtschaft wird die Tagung morgen abschließen.

Hintergrund:

LEADER (französisch: „Liaison entre actions de développement de l'économie rurale“) ist eine Initiative der Europäischen Union zur Entwicklung der ländlichen Räume. LEADER in Sachsen unterstützt die ländliche Entwicklung in den Jahren 2014 bis 2020 mit 427 Millionen Euro aus EU-Mitteln sowie aus sächsischen Landesmitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Die Akteure in den sächsischen LEADER-Gebieten entwickeln selbst regionale Initiativen und bestimmen eigenständig auf Grundlage ihrer LEADER-Strategie, welche Vorhaben in welcher Höhe finanziell gefördert werden. Die Vernetzung von Akteuren unterschiedlicher Branchen hat dabei eine hohe Priorität.

Ausgebuchte Abschlussveranstaltung LEADER-Zwischenevaluierung: Akteure bieten Einblicke in ihre Vorhaben

Friday, 17.05.2019,

Am 16.05.2019 fand im „Speicher“ in Seelingstädt (Trebsen) die öffentliche Abschlussveranstaltung zur LEADER-Zwischenevaluierung der Region Leipziger Muldenland statt. Das architektonisch markante Gebäude am ehemaligen Rittergut war ein geeigneter Veranstaltungsort, wurde dessen zweijähriger Wiederaufbau doch ebenso durch EU-Fördermittel mitfinanziert.

Den über 40 Gästen wurde die LEADER-Förderung in ihrer ganzen Bandbreite präsentiert. Ein Rückblick auf die 1. Hälfte der Förderperiode 2014-2020 zeigte unter anderem wo und wie viele Projekte und Vorhaben bereits im Leipziger Muldenland angestoßen werden konnten. Auch die Ergebnisse einer umfangreichen Befragung mit Akteuren der Regionalentwicklung wurden präsentiert.

Eine ganz neue Möglichkeit, LEADER näher kennen zu lernen und zu verstehen bot sich mit der Anwesenheit von sechs Akteuren, die bereits durch diese Förderung ihre eigenen Vorhaben in den letzten drei Jahren umsetzen konnten. Auffallend war die Vielfalt der unterstützten Vorhaben. Vorgestellt wurden Projekte aus den Handlungsfeldern Siedlungsstruktur (Wohnraumsanierung), Lokale Wirtschaft (Investitionen in die Unternehmensausstattung), Landtourismus & Marketing (Schaffung touristischer Angebote & Infrastruktur) sowie Umwelt & Klima (Förderung von Elektromobilität).
Zwei Akteure konnten ihre bezuschussten Projekte sogar vor Ort präsentieren und damit eine augenscheinlich ferne Förderung lokal greifbar machen. Im Dialog mit den Vorhabenträgern konnte der Besucher die Herausforderungen aber auch Chancen einer LEADER-Förderung aus erster Hand kennenlernen.

Die Leiterin vom Sachgebiet Ländliche Entwicklung im Landratsamt des Landkreises Leipzig informierte abschließend über verschiedene Modalitäten der LEADER-Fördermittelauszahlung bei der Bewilligungsbehörde. Diese Gelegenheit wurde von mehreren Anwesenden genutzt, um persönlich ins Gespräch zu kommen und eigene Anliegen oder Fragen anzubringen.

LEADER-Koordinierungskreis wählt weitere Vorhaben aus

Thursday, 16.05.2019,

Der LEADER-Koordinierungskreis hat erneut Vorhaben ausgewählt. Dieses Mal waren es Vorhaben aus den Handlungsfeldern "Kooperation & Koordination" sowie "Siedlungsstruktur":

  1. Sanierung und Umstrukturierung des Obergeschosses des Herrenhauses Schmölen
  2. Sanierung und Umbau eines Wohnhauses in Raschütz
  3. Umbau und Sanierung eines ehemaligen Gasthofes zu einem Wohnhaus in Wolfshain

  4. Projektmanagement Ju & Me - Das Jugend-Mentoring-Programm
  5. Ausbildung einer zweiten Generation GeoRanger im Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen auf Basis eines neu und wei-terentwickelnden Curriculums

Nicht ausgewählt werden konnten aufgrund mangelnden Budgets folgende Vorhaben:

  1. Umbau und Sanierung des Wirtschaftsgebäudes eines Vierseitenhofes zu Wohnzwecken in Lauterbach
  2. Sanierung eines historischen Wohnhauses in Sachsendorf
  3. Umbau und Sanierung einer Scheune zum Wohnen in Koltzschen
  4. Sanierung eines unter Denkmalschutz stehenden Wohngebäudes in Thierbaum
  5. Umbau und Sanierung eines Wohnhauses in Hohburg
  6. Um- und Ausbau eines Dachgeschosses zu Wohnzwecken in Schönbach
  7. Umbau eines leerstehenden Gebäudeteiles eines Vierseitenhofes zu Wohnzwecken in Zaschwitz
  8. Sanierung und Umbau eines ungenutzten Wohnhauses in Förstgen
  9. Ausbau und Sanierung eines historischen Gutsgebäudes zu Wohnzwecken in Plagwitz

Folgende Vorhaben konnten aufgrund der Nicht-Erfüllung von Kriterien nicht ausgewählt werden:

  1. Ausbau eines Scheunenbodens zu Wohnzwecken in Grubnitz
  2. Ausbau Nebengebäude zum Wohnen in Fremdiswalde

Große Nachfrage! Veranstaltung zur Zwischenevaluierung ausgebucht!

Monday, 13.05.2019,

Am 16.05.2019 findet im Speicher Seelingstädt (Trebsen) zwischen 16.00 Uhr und 18.00 Uhr die öffentliche Abschlussveranstaltung zur Zwischenevaluierung statt. Im Rahmen der Veranstaltung werden einzelne Vorhabenträger ihre bereits umgesetzten Projekte und Erfahrungen mit der LEADER-Förderung präsentieren. Die Bewilligungsbehörde informiert zudem über verschiedene Modalitäten der LEADER-Fördermittelbeantragung sowie -auszahlung.

Ausverkaufter RegioBrunch auf Schloss Trebsen

Friday, 10.05.2019,


Auf Schloss Trebsen fand am 05.05. der zweite RegioBrunch des Jahres 2019 statt. In angenehmer Atmosphäre ließen sich die knapp 40 Teilnehmer die regionalen Speisen und Getränke schmecken.

Das Brunchbuffet bestand aus einer Vielzahl regionaler und regional verarbeiteter Produkte. Arrangiert wurden die kalten und warmen Speisen so, dass überall durch eine Beschriftung erkennbar war, woher sie bezogen wurden. Die Käsevariationen stammten von der Leipziger Käserei Lehmann GmbH, die Fleisch- und Wurstspezialitäten von der Thallwitzer Agrargesellschaft mbH bzw. aus der Haltung des Schlossherren. Auf offener Flamme gegrillt, wurden sie vor den Augen der Gäste frisch zubereitet.

Das passende Bier dazu in Bioqualität lieferte das Nerchauer Brauhaus. Die fruchtigen Brotaufstriche und Desserts waren aus hauseigener Produktion, ebenso wie das Brot und der Apfelsaft, der aus den Äpfeln des Schlossgartens gemostet wurde.

Abschließend lud eine informative Schlossführung in lockerer Atmosphäre dazu ein, das historische Ensemble des Trebsener Schlosses zu erkunden und einen Blick in die zukünftige Weiterentwicklung des Hauses zu werfen.

RegioBrunch bezeichnet eine Veranstaltungsreihe der LEADER-Region Leipziger Muldenland mit Gastronomen, die gezielt regionale Produkte verwenden, verarbeiten und diese im Rahmen eines Brunches präsentieren. Das Bewusstsein für regionale Produkte und Regionalität steht hoch im Kurs. Die LEADER-Region Leipziger Muldenland verfügt über eine Vielzahl regionaler Erzeugnisse und Produkte, die darauf warten, entdeckt und probiert zu werden. Ziel des Projektes RegioBrunch ist es deshalb, die Verwendung und Verarbeitung regionaler Produkte und Erzeugnisse stärker in der Gastronomie zu etablieren und Gäste auf die Köstlichkeiten der Region aufmerksam zu machen.

Kontakt:

Schloss Trebsen
Zum Schloss 1
04687 Trebsen
Telefon: 03 43 82-405 74
E-Mail: info@schloss-trebsen.com

Kooperationsvorhaben Colabora on tour: Coworking im ländlichen Raum

Friday, 10.05.2019,

Zum mittlerweile dritten Mal trafen sich die sieben Partnerregionen des transnationalen Kooperationsprojektes CoLabora (Europäisches LEADER Projekt zu Coworking Spaces in ländlichen Räumen).

Gastgeber war die LAG Vale of Glamorgan in Wales, die Beispiele von Coworking Spaces in England und Wales präsentierten. Da im Vale of Glamorgan, ähnlich wie im Leipziger Muldenland, derzeit noch keine ländlichen Coworking Spaces existieren, fand der Auftakt des Kooperationstreffens in Frome in Somerset statt. Frome mit seinen knapp 26.000 Einwohnern, liegt zwar inmitten einer größtenteils ländlich geprägten Region, wird aber Großbritannienweit als „hippe“ und moderne Stadt wahrgenommen und wartet mit insgesamt sieben Coworking Spaces auf, was für eine Stadt dieser Größe unüblich ist (zum Vergleich: Leipzig mit seinen ca. 600.000 Einwohnern hat etwa 10-20 Spaces – Zahlen stark schwankend).

Im Cheese & Grain, einem multifunktionalen Kulturhaus mit gemeinnütziger Trägerschaft, tauschten sich die Partnerregionen zu ihren bisherigen Fortschritten in der Kooperation aus. Eingebettet in das Ensemble aus Veranstaltungsräumen, Konzerthalle und Marktplatz, sind auch Coworking Arbeitsplätze. Zweit weitere Coworking Spaces wurden am ersten Tag in Frome besichtigt, wobei die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Gestaltung von Coworking sehr deutlich wurden, die vom Charakter von Künstlerkollektiv, über Kulturhaus bis hin zur modernen Businesszentrale reichten.

Am zweiten Tag ging es dann per Bus in das eigentliche Stammgebiet der LAG Vale of Glamorgan im ländlichen Wales. Besucht wurden zwei städtische Coworking Spaces an der Grenze zur LAG, die unterschiedlicher kaum sein konnten. Der eine, drei minimalistische Arbeitsplätze in einem Gemeindehaus – der andere eingebunden in einen Unternehmenspark vom Charakter dem Silicon Valley ähnlich, bestehend aus drei Gebäuden mit über hundert unterschiedlich nutzbaren Arbeitsplätzen, Seminarräumen, eigener Kantine uvm. Im Welsh Ice Gründerzentrum, arbeiteten die Mitgereisten in Form von kleinen Workshops an verschiedenen Aufgaben der Kooperation, um so weitere inhaltliche Impulse gemeinsam zu setzen. Möglich wurde dabei auch die praktische Erfahrung des Arbeitens an einem Coworking Arbeitsplatz.

Am letzten Tag fand ein Netzwerktreffen der walisischen LAGs mit Schwerpunkt Coworking statt, bei dem auch die internationalen Partner in die Diskussionen und Netzwerkaktivitäten eingebunden wurden. Dort wurden auch die nächsten Schritte der Kooperation besprochen und weitere Aufgaben für die einzelnen Partner festgelegt.

Die LAG Leipziger Muldenland wird im Herbst 2019 das nächste Treffen ausrichten und freut sich schon den Projekt-Partnern unsere Region und Projekte präsentieren zu können.

Nächster RegioBrunch-Termin auf Schloss Trebsen - AUSVERKAUFT!

Wednesday, 01.05.2019,

Abschlussveranstaltung zur LEADER-Zwischenevaluierung

Tuesday, 30.04.2019,


Am 16.05.2019 findet im Speicher Seelingstädt (Trebsen) zwischen 16.00 Uhr und 18.00 Uhr die öffentliche Abschlussveranstaltung zur Zwischenevaluierung statt. Im Rahmen der Veranstaltung werden einzelne Vorhabenträger ihre bereits umgesetzten Projekte und Erfahrungen mit der LEADER-Förderung präsentieren. Die Bewilligungsbehörde informiert zudem über verschiedene Modalitäten der LEADER-Fördermittelbeantragung sowie -auszahlung.

Interessierte melden sich bis spätestens Freitag, den 10.05.2019 per E-Mail (regionalmanagement@leipzigermuldenland.de) oder telefonisch (03437/707071) beim Regionalmanagement an.

LEADER-Kooperation „NatureNet“: Transnationales Treffen im Muldenland

Tuesday, 30.04.2019,



Servus und Terve hieß es in der LEADER-Region Leipziger Muldenland, als Gäste aus LEADER-Regionen in Österreich und Finnland das Leipziger Muldenland besuchten. Anlass des Austausches war das Auftakttreffen des Kooperationsprojektes „NatureNet“ bei dem die insgesamt vier beteiligten LEADER-Regionen (Deutschland: LAG Leipziger Muldenland, Österreich: LAG Lebens.Wert.Pongau, Finnland: LAG Aktiivinen Pohjois-Satakuntary  und LAG Suupohjan) aus den drei Ländern gemeinsam an der Weiterentwicklung von regionalen Umweltbildungsangeboten arbeiten.

Das Ziel des Treffens war es, den Weg für die künftige zweijährige Zusammenarbeit zu ebnen und das gemeinsame Vorgehen zu planen. Die Gastgeber aus der LEADER-Region Leipziger Muldenland wollten vor allem einen praktischen Eindruck von den in der Region bestehenden Angeboten zur Umweltbildung geben und widmeten einen Tag lang einer Reihe von Exkursionen.

Startpunkt bildete der Park Canitz, bei dem die Besucher nicht nur Einblick in die Saisonvorbereitung bekamen, sondern durch die engagierten Mitarbeiter des Vereins sowie den Vereinsvorsitzenden und Bürgermeister der Gemeinde Thallwitz, Thomas Pöge, eine umfangreiche Tour über das Gelände mit seinen zahlreichen Angeboten erleben konnten. Vor allem die Darstellung der historischen Siedlungsanlage wusste die finnischen Besucher zu begeistern, da im dortigen Geopark eine ähnliche Attraktion geplant ist.

Verbunden mit dem darauffolgenden Besuch der Diesterweg-Grundschule in Wurzen und dem Erfahrungsaustausch zur dort vom IfAS (Institut für angewandtes Stoffstrommanagement) organisierten Kinderklimakonferenz zeigten sich schon früh zahlreiche Ansatzpunkte für die Kooperation der vier LEADER-Regionen.

Den programmatischen Abschluss des ersten Tages bildete der Besuch der Geoerlebniswerkstatt Rittergut Trebsen, bei sich die Kooperationspartner nicht nur das interessante geologische Bildungskonzept des Rittergutes in seinen historischen Gemäuern anschauen konnten, sondern zusätzlich zwei umfangreiche in der Region angesiedelten Umweltprojekte vorgestellt wurden. In der Stadt-Land-Partnerschaft WERT.voll der Stadt Leipzig und des Wurzener Landes sollen die Interessen verschiedenen Ansprüche an die Landnutzung so in Einklang gebracht werden, dass daraus wertvolle Synergieeffekte entstehen. Neben den Projektmodulen „Umwelt und Landnutzung“ und „Ökologie und Wertschöpfung“ spielt die Umweltbildung im Modul „Partizipation, Kooperation & Recht“ eine zentrale Rolle. Landnutzung und Umweltbildung sind auch Bestandteile des LIFE-IP ZENAPA Projektes, welches verschiedene Kampagnen und Maßnahmen anstößt, die vor allem im Bereich der Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität und Landnutzung wirken sollen. Auch hier zeigte sich das Potential für weitere Kooperationen.

Ein im Rahmen von ZENAPA gegründetes regionales Netzwerk zum Thema Umweltbildung lud am zweiten Tag zum Austausch in den Wilhelm-Ostwald-Park Großbothen ein. Hier standen die Fortführung des noch jungen Netzwerkes sowie der Austausch von Ideen und Ansätzen zur Umweltbildung im Mittelpunkt. Alle Teilnehmenden konnten durch die unterschiedlichen Ansätze in den LEADER-Regionen Finnlands, Österreichs und dem Leipziger Muldenland wertvolle Erfahrungen teilen und somit den Grundstein für die Weiterentwicklung von Umweltbildungsangeboten in den jeweiligen LEADER-Regionen legen. Das Programm wurde durch eine Führung durch den Wilhelm-Ostwald-Park abgerundet. Auch hier zeigten sich interessante Ansätze zur Vermittlung von Umweltbelangen. Zum Abschluss des Kooperationstreffens wurde das weitere Vorgehen der Zusammenarbeit geplant. Die Umweltbildungsangebote, sowohl schulischer als auch externer Natur, sollen in den Regionen analysiert und verglichen werden, sodass daraus ein Methodenkatalog zur Nutzung in den LEADER-Regionen entwickelt werden kann. Auch der weitere Austausch in Form von Kooperationstreffen soll 2019 fortgesetzt werden.