x
 
Sie befinden sich hier: Aktuelles

Aktuelles

Jetzt für den "RegioBrunch im Muldenland" abstimmen!

Montag, 21.09.2020,

Die LAG Leipziger Muldenland hat sich am diesjährigen bundesdeutschen Wettbewerb "Gemeinsam stark sein" mit dem Projekt "RegioBrunch im Muldenland" beteiligt. Im sächsischen Vorentscheid konnte sich unser Projekt bereits gemeinsam mit zwei weiteren sächsischen Projekten durchsetzen. Nun geht die Entscheidung in die zweite Runde!

Mit dem Wettbewerb "Gemeinsam stark sein" zeichnet die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) originelle und erfolgreiche Projekte aus, die sich für den ländlichen Raum einsetzen. In diesem Jahr ist das Thema des Wettbewerbs: "Täglich gut versorgt!". Projekte, die neue Ideen für eine bessere Versorgung mit Lebensmitteln und Dienstleistungen im Alltag umsetzen, konnten sich qualifizieren. 

Die eingereichten Projekte mussten mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllen:

  • Es bietet innovative digitale Lösungen.
  • Es fördert regionale Wertschöpfungsketten.
  • Es unterstützt die Bereitstellung regionaler Dienstleistungen.
  • Es fördert Gemeinschaft und Zusammenleben in Dorf und/oder Region.
  • Es fördert die Vernetzung verschiedener Akteure in der Region und/oder an dem Projekt ist ein Bündnis verschiedener regionaler Akteure partnerschaftlich beteiligt.

Vom 21. September bis zum 1. November 2020 können Sie für die drei Projekte stimmen, die Sie am besten finden. Sie können nur einmal abstimmen und müssen drei Stimmen an unterschiedliche Projekte vergeben.

Hier geht's zur Abstimmung (externer Link - sie verlassen die Webseite der LAG Leipziger Muldenland): https://www.dvs-wettbewerb.de/abstimmung/

Im November werden die drei Projekte mit den meisten Stimmen bekanntgegeben.

Hinhören! „Ju&Me“ lässt Jugendliche zu Wort kommen

Sonntag, 20.09.2020,

Wenn Jugendliche bei Führungsentscheidungen vor Ort mitreden dürfen, nützt das den Führungskräften, den Gremien, den Projekten und auf lange Sicht auch dem gesamten ländlichen Raum. Diese Erkenntnis hat das Pilotprojekt „Ju&Me“ offenbart.  Wie kann der ländliche Raum für junge Menschen attraktiv bleiben? Wie können Akteure und Akteurinnen in Entscheidungspositionen die Sichtweise von Jugendlichen besser erkennen und in ihre Arbeit integrieren? Diesen und weiteren Fragen ging das LEADER-Projekt „Ju&Me“ in den Regionen Leipziger Muldenland und Wesermünde Süd nach. Das Projekt fand als Kooperationsprojekt zwischen den beiden Regionen statt und wurde sogar nach Brüssel eingeladen, um bei der EU-Kommission vorgestellt zu werden.  

Jugendliche wurden zu Mentoren und Mentorinnen ausgebildet und berieten Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. So bildeten sich in den Regionen jeweils fünf Tandems, die gemeinsam mehr als fünf Monate lang an bestimmten Themen arbeiteten. „Das Projekt war ein Experiment der gelebten Partizipation“, erläutert Bernd Laqua, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe der LEADER-Region Leipziger Muldenland. „Anstatt dass die Erwachsenen den Jugendlichen zeigen, wo es lang geht, haben wir den Spieß umgedreht“, so Laqua weiter. In der gemeinsamen Arbeit mit den Jugendlichen ging es insbesondere um Themen wie Jugendliche Lebenswelten, Ansprache von Jugendlichen, Social Media oder Zukunftswünsche und -ängste von Jugendlichen. Die jugendlichen Mentoren und Mentorinnen sahen sich Werbematerialien und Internetauftritte der Wirkungsbereiche ihrer Mentees an, berieten bei der Ansprache von neuen Azubis, nahmen an Sitzungen teil oder gaben Feedback zu zum Teil persönlichen Fragen im Umgang mit Jugendlichen. Die Mentees schätzten besonders die vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre, die Möglichkeit des Perspektivwechsels und die konkreten Verbesserungsvorschläge ihrer Mentor*innen. Sie sehen sich nun besser in der Lage, jugendliche Sichtweisen in ihre Arbeit einfließen zu lassen und wollen dies auch in Zukunft verstärkt tun. 

Aber auch die Jugendlichen profitierten von dem Projekt, indem sie exklusive Einblicke in die Arbeitswelt erhielten und ihre eigenen Positionen vertreten konnten. Die Teilnehmenden berichten von einer Zunahme des Selbstvertrauens und des Vertrauens in die eigene Wirkung. Viele der Jugendlichen wollen in Zukunft weiterhin vor Ort aktiv sein und sich in Gremien beteiligen, zwei Jugendliche werden ganz konkret in Zukunft die Arbeit im Koordinierungskreis der LEADER-Region Leipziger Muldenland begleiten. So profitiert am Ende die gesamte Region von dem verstärkten Engagement in Sachen Jugendbeteiligung. 

Im Rahmen des Projekts fanden auch regionsübergreifende Beteiligungsformate statt, so haben Jugendliche aus beiden Regionen bei der Bewertung von Kleinprojekten des Regionalbudgets im Leipziger Muldenland mitgewirkt. Geschult und begleitet wurden die Teilnehmenden von der Cluster Sozialagentur aus Hildesheim. Zu Beginn des Projekts wurden alle Teilnehmenden auf ihre jeweilige Rolle als Mentor*in bzw. Mentee vorbereitet. Während des Projekts wurden weitere Aufbauschulungen angeboten, deren Inhalte die Teilnehmenden nach eigenen Bedarfen bestimmt haben. Am Ende des Projekts findet nun eine Zertifikatsübergabe für alle ehrenamtlichen Mentor*innen statt. 

„Das Projekt hat wieder einmal gezeigt, dass es sich lohnt, die Partizipation von Jugendlichen in ihrer Region zu stärken und die Jugendlichen ernst zu nehmen. Dies werden wir in den kommenden Jahren fortführen“, so Bernd Laqua, der auch als Bürgermeister in Bennewitz aktiv ist und so an einer geeigneten Stellschraube sitzt. Die Jugendlichen nehmen ihn beim Wort. „Wir werden uns weiter einmischen“, so Lina Petzold aus Wurzen. „Das will ich hoffen!“, so die Antwort von Laqua.  

Life Local Adapt: Befahrung der Beispielgewässer

Freitag, 18.09.2020,

Welche Rahmenbedingungen sich vor Ort an ausgewählten Beispielgewässern in Lossatal, Trebsen und Colditz hinsichtlich naturnaher Gewässerentwicklung bieten, wurde während einer Exkursion im Rahmen des "Life Local Adapt"-Projektes am 17.09.2020 erforscht. Neben Teilnehmern des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und Vertretern der Kommunen waren auch zwei Studierende der Uni Leipzig sowie eine Studierende der Uni Potsdam dabei. Vorbereitet und organisiert wurde die Exkursion vom DVL-Regionalkoordinator für den Landkreis Leipzig sowie das LEADER-Regionalmanagement. Ziel des "Life Local Adapt"-Projektes ist es, die Anpassungsmöglichkeiten der Gewässer an den Klimawandel zu untersuchen. Dabei spielt die naturnahe Gewässernentwicklung und die Nutzung von Agrarholz eine große Rolle. Anhand von Biespielgewässern werden exemplarisch Ergebnisse für die LEADER-Region abgeleitet.

Veranstaltung "LEADER in Sachsen 2014 - 2020"

Freitag, 18.09.2020,

Zur Veranstaltung "LEADER in Sachsen 2014 - 2020" kamen LEADER-Akteure am 16.09.2020 in Weinböhla zusammen. Grund war, dass sich die europäische Förderperiode 2014 bis 2020 dem Ende zuneigt. Das ist ein guter Zeitpunkt für eine gemeinsame Rückschau auf das Erreichte. Die LAG Leipziger Muldenland konnte sich mit einem kurzen Vortrag den Teilnehmern vorstellen und ihre Entwicklung in der Förderphase 2014 - 2020 vorstellen.

Bei der Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums setzt der Freistaat Sachsen wie kein anderes Bundesland auf das LEADER-Prinzip: Zum ersten Mal wurde nach 2014 die Verantwortung für die Verwendung der Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds vollständig an die LEADER-Gebiete übergeben. Insgesamt wurden 447 Millionen Euro an Zuschüssen zur Verfügung gestellt. Die LEADER-Gebiete konnten damit über 40 Prozent der Mittel des sächsischen Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum (EPLR) eigenverantwortlich entscheiden. Damit sind wir Europameister!

Aus Sicht des SMR hat sich das gelohnt. Die sächsischen LEADER-Gebiete haben die Freiheit, ihre Entwicklungsziele, Projekte und Förderhöhen selbst zu bestimmen, verantwortungsvoll genutzt. Das wurde möglich durch großes ehrenamtliches Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie Eigeninitiative und Kreativität aller LEADER-Akteure. Eine lebendige Vielfalt an Vorhaben ist entstanden, welche die Entwicklung des ländlichen Raums im Freistaat Sachsen voranbringen. Auch die Bewilligungsbehörden in den Landratsämtern und die zuständigen Landesbehörden haben einen Anteil an diesem Erfolg.

(Quelle: SMR, ergänzt durch LAG Leipziger Muldenland)

Erfolgreiche GartenMuldeRadtour

Donnerstag, 10.09.2020,

Die Gärten an der Mulde haben durch ihre reizvolle landschaftliche Einbindung eine besondere Attraktion. Im Prozess des „Projektmanagements für ein Garten- und Parknetz“ ist aufgefallen, dass sich die jeweiligen Gartenbesitzer*innen und -akteure meist nicht kennen, ihnen die jeweils anderen Gärten oft unbekannt sind und auch bei Touristiker*innen noch Informationsbedarf über die Gärten besteht.

In Kooperation mit dem Regionalmanagement der LEADER-Region Leipziger Muldenland sollte dies nun geändert werden. Deshalb wurden alle am Projekt beteiligten Akteure mit Gärten an der Mulde auf eine gemeinsame GartenMuldeRadtour am 09.09.2020 eingeladen, ebenso potentielle Gästeführer*innen und regional verantwortliche Touristiker*innen.

Als Auftakt wurden die vier Gärten „Göschengarten“, "Lustgarten Döben“, "Barockgarten Rittergut Kössern“ und „Garten Schaddelmühle“ gemeinsam besichtigt, gegenseitig jeweils von den Eigentümer*innen als „Mein Park“ vorgestellt und erläutert.

ORTE SCHAFFEN: Abschlusspräsentation des Seminars der TU Dresden

Freitag, 04.09.2020,

Als die LAG Leipziger Muldenland im Sommersemester 2019 zum ersten Mal gemeinsam mit der TU Dresden ein Seminar veranstalteten, in dem fünf Studierende unter dem Schlagwort „Coworking auf dem Land“ Nutzungskonzepte und Entwürfe für leerstehende Gebäude in der ländlichen Region Leipziger Muldenland im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit entwerfen sollten, hofften wir, dass die Ergebnisse den Bedarfen der Akteure vor Ort entsprechen und sehr konkrete Konzepte entstehen würden. 

Bei der Präsentation der Ergebnisse im KulturGut Thallwitz im November 2019 wurde dann deutlich, dass die Studierenden alle Erwartungen übertroffen hatten. Drei umfangreiche Betrachtungen konnten als Ergebnis präsentiert werden und überzeugten sowohl Öffentlichkeit als auch Fachpublikum. Die nach intensiver Arbeit entstandenen Nutzungskonzepte bieten heute die Grundlage für die mittelfristige Umsetzung der Entwürfe, wie am Beispiel der aktuellen Betrachtungen am Kornhauses in Thallwitz deutlich wird.

Nach diesem Erfolg war es für uns selbstverständlich, die Kooperation der TU Dresden/Studio Wohnbauten und der LAG Leipziger Muldenland aufrecht zu erhalten. Und so schwärmten auch dieses Sommersemester, trotz aller Widrigkeiten, zehn engagierte Studierende in die Region, um unter dem Leitspruch „Orte schaffen“ fünf leerstehenden Gebäuden neues Leben einzuhauchen und ihren eigenen wissenschaftlichen Blick auf das Bauen in historischem Bestand zu schärfen.

Bei der Abschlussveranstaltung am 25.08.2020 auf Schloss Colditz wurden nun die finalen Entwürfe für die fünf Objekte den interessierten Fachpartnern aus der LEADER-Region vorgestellt.

Folgende Objekte wurden im Sommersemester von den Studierenden betrachtet:

  • Alte Brauerei in Colditz
  • Alte Kaffeerösterei in Grimma
  • Alte Schule Lüptitz
  • privater Hof in Zeititz
  • Altes Gemeindeamt in Polenz

Koordinierungskreis wählt neue Vorhaben aus

Donnerstag, 03.09.2020,

Das Entscheidungsgremium der LEADER-Region Leipziger Muldenland hat zum 02.09.2020 weitere LEADER-Vorhaben aus den Handlungsfeldern "Siedlungsstruktur" und "Lokale Wirtschaft" ausgewählt.

  • Umbau und Sanierung einer vorhandenen Gewerbehalle zu Betriebsräumen in Kinga
  • Ausstattung einer Kfz-Werkstatt in Nemt
  • Sanierungsmaßnahmen für das Dorfgemeinschaftshaus in Etzoldshain
  • Sanierungsmaßnahmen für das Sportlerheim in Otterwisch

Jugendliche beraten im Koordinierungskreis

Donnerstag, 03.09.2020,

Erstmalig haben an der Beratung des Koordinierungskreises am 02.09.2020 auch zwei Jugendliche teilgenommen. Sie konnten die Arbeitsweise des Entscheidungsgremiums kennenlernen und sich über die zu beratenden LEADER-Vorhaben informieren. Zukünftig besteht die Möglichkeit, in beratender Funktion auch an der Bewertung der LEADER-Anträge mitzuwirken. Hervorgegangen ist die Idee der Beteiligung von Jugendlichen an der Arbeit des Koordinierungskreises aus dem LEADER-Kooperationsprojektes "Ju & Me", bei dem sich Jugendliche als Mentoren für die Erwachsenen engagierten. Auch bei der Bewertung von Projekten aus dem Regionalbudget haben bereits Jugendliche mitgewirkt. Interessant ist die Sichtweise der jüngeren Generation vor allem auch mit Blick auf die neue Förderphase und die Fortschreibung der LEADER-Entwicklungsstrategie.

Neue Aufrufe veröffentlicht!

Freitag, 07.08.2020,

Die LAG Leipziger Muldenland hat nun noch einmal zwei Aufrufe mit kurzer Laufzeit zum Einreichen von LEADER-Vorhaben auf das verfügbare Restbudget veröffentlicht! Wir freuen uns auf Ihre Anträge!

Kreatives Wohnen und Arbeiten im Kornhaus in Thallwitz

Donnerstag, 06.08.2020,

Unter dem Titel "Kreatives Wohnen und Arbeiten auf dem Land" stand am 05.08.2020 der Initiativeinsatz zum Kornhaus in Thallwitz, zu dem neben den Projektverantwortlichen vom Leipziger Institut für Kommunikation LEIIK auch der Bürgermeister der Gemeinde Thallwitz, Thomas Pöge, sowie Mitarbeiterinnen der Gemeindeverwaltung, verschiedene Fachgutachter, Vertreter des Landratsamtes Landkreis Leipzig, Vertreter der Kreativszene und alternativer Wohnformen aus Leipzig, Studierende der TU Dresden sowie das LEADER-Regionalmanagement teilnahmen. Der Workshop und die Gebäudebegehung des Kornhauses finden im Rahmen des Projektes „Kreatives Wohnen und Arbeiten auf dem Land“ statt, welches in ganz Sachsen für ausgewählte Gebäude Unterstützung für die niedrigschwellige Sanierung leistet. In der LEADER-Region Leipziger Muldenland hat die Lokale Aktionsgruppe gleich drei Objekte in Grimma (Alte Kaffeerösterei), Colditz (Alte Brauerei) und Thallwitz in das Projekt einbringen können. Das Kornhaus in Thallwitz ist dabei das Hauptbetrachtungsobjekt. Für das hatte Zeno Böck, Studierender der TU Dresden, bereits 2019 im Rahmen einer Kooperation der LEADER-Region Leipziger Muldenland mit der TU Dresden ein Nutzungskonzept sowie ein Gebäudemodell erstellt. Anhand seiner Präsentation zum Workshop wurde anschließend über die nächsten Planungen sowie dafür notwendige Schritte beraten sowie die Ideen mit den Fachgutachtern diskutiert. Die Alte Kaffeerösterei in Grimma und die Alte Brauerei in Colditz profitieren im Projekt von der Herangehensweise, den Diskussionen, den Fragen sowie dem entstandenen Netzwerk. Zudem gibt es eine Unterstützung der Objekte durch Studierende der TU Dresden, die seit April 2020 ebenfalls Nutzungskonzepte und Modelle für die Objekte in Grimma und Colditz erarbeiten und diese auch zum Workshop präsentieren konnten. Das Projekt „Kreatives Wohnen und Arbeiten auf dem Land“ läuft noch bis Ende 2021. Weitere Workshops zur Wiederbelebung des Kornhauses sind bereits in Vorbereitung.