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Aktuelles

APPetit auf Regionalität wächst

Montag, 19.10.2020,

Jeder Trend erzeugt einen Gegentrend. Und so hat sich über die Jahre das Pendant zur Globalisierung entwickelt: die Relokalisierung. Zunehmend ist eine Wiederbesinnung auf heimische Produkte, regionale Hersteller und lokale Vertriebswege zu spüren. Verbraucher legen Wert auf Frische, Qualität und faire Bedingungen bei der Herstellung Ihrer Lebensmittel und unterstützen aktiv die vielen kleinen Unternehmen vor der Haustür. 

Das Regionalmanagement der LEADER-Region Leipziger Muldenland ist über diese Entwicklung höchst erfreut. Verfolgt man doch das Ziel, regionale Produkte sichtbarer zu machen. Um ansässige Produzenten aber auch Gastronomen, die sich der Verarbeitung heimischer Lebensmittel verschrieben haben, zu unterstützen, bietet das Regionalmanagement seit Neuestem ein bundesweit erfolgreiches und für die Partnerunternehmen kostenfreies Marketinginstrument zur Nutzung an: die RegioApp. 

Dabei handelt es sich um eine Anwendung für Smartphones und Tablets, die eine schnelle und umfangreiche Suche nach regionalen Erzeugnissen und Gastronomiebetrieben ermöglicht. Das Smartphone erkennt automatisch den Standort des Nutzers und bietet ihm eine Übersicht über alle „Treffer“ im näher gelegenen Umkreis an, wahlweise in Form einer Liste oder einer Landkarte. Einfacher und bequemer geht es für den Verbraucher nicht! Natürlich zählen sowohl Einheimische als auch Touristen zu den Nutzern, die sich dank der App über das Angebot von Herstellern und Verkaufsstellen regionaler Produkte sowie Gastronomen informieren und direkt zur hinterlegten Anschrift navigieren lassen können. Und nicht nur der Weg zur gewählten Einrichtung ist auf einer Straßenkarte ersichtlich, auch Öffnungszeiten, Kontaktdaten, Social Media-Kanäle und Produktinformationen werden unter anderem angezeigt. Das hilft besonders kleinen Betrieben ohne eigene Internetpräsenz, denen somit eine höhere Online-Sichtbarkeit ermöglicht wird.

Der Bundesverband der Regionalbewegung e.V. hat mit Hilfe des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft die RegioApp entwickelt. Nachdem sie seit ihrer Einführung im Jahr 2013 über Mittelfranken und Bayern hinaus ins Bundesgebiet gewachsen ist, befindet sich nun auch in sächsischen Teilen die Datenbank im Aufbau. Zahlreiche Initiativen haben in den vergangenen Monaten ihr Interesse an der RegioApp bekundet, dafür Mitgliedschaften im Bundesverband der Regionalbewegung e.V. und Nutzungsverträge abgeschlossen. Darunter auch die LEADER-Region Leipziger Muldenland, die ihren Partnern nun die kostenfreie Aufnahme in die moderne App anbietet. 

Die Umsetzung eines Eintrages ist innerhalb kurzer Zeit realisierbar. Ein Anfang ist gemacht! Erste Unternehmen präsentieren sich und ihre Produkte bereits auf einer eigenen Profilseite, sie profitieren von den Vorteilen digitaler Auftritte und nutzen das gegebene Potenzial, sich neue Kundenkreise zu erschließen. Selbstverständlich steht den Verbrauchern die App ebenfalls kostenfrei im App-Store zur Verfügung. Einfach aufs Handy herunterladen und ausprobieren!

Interessenten für die RegioApp melden sich bitte beim Regionalmanagement Leipziger Muldenland unter Telefon 03437 707071 oder per E-Mail regionalmanagement@leipzigermuldenland.de.

LEADER-Koordinierungskreis wählt neues Vorhaben aus

Montag, 19.10.2020,

Das Entscheidungsgremium der LAG Leipziger Muldenland hat im Umlaufverfahren ein neues Vorhaben zur Förderung ausgewählt. Das Vorhaben "Errichtung eines Spielplatzes in Wednig" wird dem Handlungsfeld Siedlungsstruktur zugeordnet.

Jetzt für den "RegioBrunch im Muldenland" abstimmen!

Montag, 12.10.2020,

Die LAG Leipziger Muldenland hat sich am diesjährigen bundesdeutschen Wettbewerb "Gemeinsam stark sein" mit dem Projekt "RegioBrunch im Muldenland" beteiligt. Im sächsischen Vorentscheid konnte sich unser Projekt bereits gemeinsam mit zwei weiteren sächsischen Projekten durchsetzen. Nun geht die Entscheidung in die zweite Runde!

Mit dem Wettbewerb "Gemeinsam stark sein" zeichnet die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) originelle und erfolgreiche Projekte aus, die sich für den ländlichen Raum einsetzen. In diesem Jahr ist das Thema des Wettbewerbs: "Täglich gut versorgt!". Projekte, die neue Ideen für eine bessere Versorgung mit Lebensmitteln und Dienstleistungen im Alltag umsetzen, konnten sich qualifizieren. 

Die eingereichten Projekte mussten mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllen:

  • Es bietet innovative digitale Lösungen.
  • Es fördert regionale Wertschöpfungsketten.
  • Es unterstützt die Bereitstellung regionaler Dienstleistungen.
  • Es fördert Gemeinschaft und Zusammenleben in Dorf und/oder Region.
  • Es fördert die Vernetzung verschiedener Akteure in der Region und/oder an dem Projekt ist ein Bündnis verschiedener regionaler Akteure partnerschaftlich beteiligt.

Vom 21. September bis zum 1. November 2020 können Sie für die drei Projekte stimmen, die Sie am besten finden. Sie können nur einmal abstimmen und müssen drei Stimmen an unterschiedliche Projekte vergeben.

Hier geht's zur Abstimmung (externer Link - sie verlassen die Webseite der LAG Leipziger Muldenland): https://www.dvs-wettbewerb.de/abstimmung/

Im November werden die drei Projekte mit den meisten Stimmen bekanntgegeben.

Neue Aufrufe veröffentlicht!

Montag, 12.10.2020,

Die LAG Leipziger Muldenland hat, in Abstimmung mit dem Koordinierungskreis, nun noch einmal zwei Aufrufe mit kurzer Laufzeit zum Einreichen von LEADER-Vorhaben auf das wenige noch verfügbare Restbudget veröffentlicht! Wir freuen uns auf Ihre Anträge!

Coworking im ländlichen Raum: Transnationales Kooperationstreffen

Freitag, 09.10.2020,

Zu einem transnationalen Online-Treffen kamen zwischen 07.10. und 09.10.2020 die Partner des LEADER-Kooperationsprojektes COLABORA zusammen. Ursprünglich war geplant, zu einem Treffen vor Ort zusammenzukommen. Bedingt durch die Covid-19-Pandemie fand der Austausch nun online statt. Neben den aktuellen Entwicklungen in den LEADER-Regionen in Katalonien, Frankreich, Wales, Irland, Lettland und Deutschland wurden auch Fachinformationen zu Aufbau und Betrieb von Coworking Spaces sowie zu einem Europäischen Coworking Netzwerk ausgetauscht.

Neue LEADER-Vorhaben ausgewählt

Donnerstag, 01.10.2020,

Das Entscheidungsgremium der LEADER-Region Leipziger Muldenland hat zum 30.09.2020 LEADER-Vorhaben aus den Handlungsfeldern "Siedlungsstruktur" und "Kooperation & Koordination" im Umlaufverfahren ausgewählt.

  • Projektmanagement "Ju&Be – Jugend und Beteiligung im ländlichen Raum"
  • Erweiterung des Spielplatzes in Zschoppach
  • Neuerrichtung eines Spielplatzes in Motterwitz
  • Errichtung von überdachten Sitzgruppen auf dem Waldsportplatz in Hohburg

RegioBrunch im Muldenland in Dehnitz

Donnerstag, 01.10.2020,

Reservierungen telefonisch bitte unter 03425 / 85 13 36
Am Wachtelberg 9. 04808 Dehnitz

Neuer Aufruf veröffentlicht!

Donnerstag, 24.09.2020,

Die LAG Leipziger Muldenland hat, in Abstimmung mit dem Koordinierungskreis, nun noch einmal einen Aufruf mit kurzer Laufzeit zum Einreichen von LEADER-Vorhaben auf das wenige noch verfügbare Restbudget veröffentlicht! Wir freuen uns auf Ihre Anträge!

Hinhören! „Ju&Me“ lässt Jugendliche zu Wort kommen

Sonntag, 20.09.2020,

Wenn Jugendliche bei Führungsentscheidungen vor Ort mitreden dürfen, nützt das den Führungskräften, den Gremien, den Projekten und auf lange Sicht auch dem gesamten ländlichen Raum. Diese Erkenntnis hat das Pilotprojekt „Ju&Me“ offenbart.  Wie kann der ländliche Raum für junge Menschen attraktiv bleiben? Wie können Akteure und Akteurinnen in Entscheidungspositionen die Sichtweise von Jugendlichen besser erkennen und in ihre Arbeit integrieren? Diesen und weiteren Fragen ging das LEADER-Projekt „Ju&Me“ in den Regionen Leipziger Muldenland und Wesermünde Süd nach. Das Projekt fand als Kooperationsprojekt zwischen den beiden Regionen statt und wurde sogar nach Brüssel eingeladen, um bei der EU-Kommission vorgestellt zu werden.  

Jugendliche wurden zu Mentoren und Mentorinnen ausgebildet und berieten Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. So bildeten sich in den Regionen jeweils fünf Tandems, die gemeinsam mehr als fünf Monate lang an bestimmten Themen arbeiteten. „Das Projekt war ein Experiment der gelebten Partizipation“, erläutert Bernd Laqua, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe der LEADER-Region Leipziger Muldenland. „Anstatt dass die Erwachsenen den Jugendlichen zeigen, wo es lang geht, haben wir den Spieß umgedreht“, so Laqua weiter. In der gemeinsamen Arbeit mit den Jugendlichen ging es insbesondere um Themen wie Jugendliche Lebenswelten, Ansprache von Jugendlichen, Social Media oder Zukunftswünsche und -ängste von Jugendlichen. Die jugendlichen Mentoren und Mentorinnen sahen sich Werbematerialien und Internetauftritte der Wirkungsbereiche ihrer Mentees an, berieten bei der Ansprache von neuen Azubis, nahmen an Sitzungen teil oder gaben Feedback zu zum Teil persönlichen Fragen im Umgang mit Jugendlichen. Die Mentees schätzten besonders die vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre, die Möglichkeit des Perspektivwechsels und die konkreten Verbesserungsvorschläge ihrer Mentor*innen. Sie sehen sich nun besser in der Lage, jugendliche Sichtweisen in ihre Arbeit einfließen zu lassen und wollen dies auch in Zukunft verstärkt tun. 

Aber auch die Jugendlichen profitierten von dem Projekt, indem sie exklusive Einblicke in die Arbeitswelt erhielten und ihre eigenen Positionen vertreten konnten. Die Teilnehmenden berichten von einer Zunahme des Selbstvertrauens und des Vertrauens in die eigene Wirkung. Viele der Jugendlichen wollen in Zukunft weiterhin vor Ort aktiv sein und sich in Gremien beteiligen, zwei Jugendliche werden ganz konkret in Zukunft die Arbeit im Koordinierungskreis der LEADER-Region Leipziger Muldenland begleiten. So profitiert am Ende die gesamte Region von dem verstärkten Engagement in Sachen Jugendbeteiligung. 

Im Rahmen des Projekts fanden auch regionsübergreifende Beteiligungsformate statt, so haben Jugendliche aus beiden Regionen bei der Bewertung von Kleinprojekten des Regionalbudgets im Leipziger Muldenland mitgewirkt. Geschult und begleitet wurden die Teilnehmenden von der Cluster Sozialagentur aus Hildesheim. Zu Beginn des Projekts wurden alle Teilnehmenden auf ihre jeweilige Rolle als Mentor*in bzw. Mentee vorbereitet. Während des Projekts wurden weitere Aufbauschulungen angeboten, deren Inhalte die Teilnehmenden nach eigenen Bedarfen bestimmt haben. Am Ende des Projekts findet nun eine Zertifikatsübergabe für alle ehrenamtlichen Mentor*innen statt. 

„Das Projekt hat wieder einmal gezeigt, dass es sich lohnt, die Partizipation von Jugendlichen in ihrer Region zu stärken und die Jugendlichen ernst zu nehmen. Dies werden wir in den kommenden Jahren fortführen“, so Bernd Laqua, der auch als Bürgermeister in Bennewitz aktiv ist und so an einer geeigneten Stellschraube sitzt. Die Jugendlichen nehmen ihn beim Wort. „Wir werden uns weiter einmischen“, so Lina Petzold aus Wurzen. „Das will ich hoffen!“, so die Antwort von Laqua.  

Life Local Adapt: Befahrung der Beispielgewässer

Freitag, 18.09.2020,

Welche Rahmenbedingungen sich vor Ort an ausgewählten Beispielgewässern in Lossatal, Trebsen und Colditz hinsichtlich naturnaher Gewässerentwicklung bieten, wurde während einer Exkursion im Rahmen des "Life Local Adapt"-Projektes am 17.09.2020 erforscht. Neben Teilnehmern des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und Vertretern der Kommunen waren auch zwei Studierende der Uni Leipzig sowie eine Studierende der Uni Potsdam dabei. Vorbereitet und organisiert wurde die Exkursion vom DVL-Regionalkoordinator für den Landkreis Leipzig sowie das LEADER-Regionalmanagement. Ziel des "Life Local Adapt"-Projektes ist es, die Anpassungsmöglichkeiten der Gewässer an den Klimawandel zu untersuchen. Dabei spielt die naturnahe Gewässernentwicklung und die Nutzung von Agrarholz eine große Rolle. Anhand von Biespielgewässern werden exemplarisch Ergebnisse für die LEADER-Region abgeleitet.