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Gewässerentwicklung „ElmaR"

„Entwicklung eines aktiven und mehrschichtigen Handlungsrahmens zur Umsetzung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie im Freistaat Sachsen“

Projektberatungen/Veranstaltungen

  1. Regionaltreffen März 2017
  2. Agrarstammtisch April 2017
  3. Teilnahme Arbeitstreffen in der LEADER-Region Marburger Land (Freilandhecken mit Potenzial - schützen, pflegen und nutzen) August 2017
  4. Treffen der Kommunen und Landkreisbehörden Oktober 2017

 REGIONALTREFFEN MÄRZ 2017
Wie lässt sich der Zustand der Gewässer im Leipziger Muldenland verbessern? Zu dieser Frage hatte die Lokale Aktionsgruppe „Leipziger Muldenland“ am 9.3.17 in den Landgasthof Deuben geladen. Gast war das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie – es stellte den Landwirten und Kommunen der Region das Projekt „ElmaR“ vor.  ElmaR ist die Abkürzung für „Entwicklung eines aktiven und mehrschichtigen Handlungsrahmens zur Umsetzung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie im Freistaat Sachsen“. Einleitend hob Mario Marsch, Leiter der projektbegleitenden Arbeitsgruppe beim LfULG, hervor: „Es geht uns um die Entwicklung konkreter Lösungen gemeinsam mit Ihnen, den Landwirten und kommunalen Entscheidungsträgern. Bitte bringen Sie sich und Ihre Vorstellungen aktiv ein.“ Ziel des Freistaates sei es, für die anspruchsvolle Aufgabe der Gewässerentwicklung mit den Landwirten machbare Lösungen zu entwickeln, die sich für alle rechnen. Marsch ergänzte: „Mit dem Projekt ElmaR wollen wir Instrumente wie Flächentausch und Ländliche Neuordnung auf ihre Tauglichkeit für Gewässerentwicklung testen.  Und wir möchten konkrete Ideen und Vorschläge für nutzungsintegrierte Bewirtschaftungsformen und für die künftige Ausgestaltung von Förderrichtlinien zu sammeln.“ Die Bausteine des Projektes, das Vorgehen und die Modellgebiete stellte Andreas Stowasser vor. Stowasser ist Projektauftragnehmer und erläuterte anhand von Abschnitten des Ottendorfer Saubachs in Bennewitz, des Schwarzen Bachs in Thallwitz und der Launzige in Grimma und Trebsen die Ziele des Projektes. Dabei beschrieb er erste mögliche Maßnahmen, die einen Anknüpfungspunkt für das weitere gemeinsame Vorgehen mit Landnutzern und Eigentümern darstellen. Eine besondere Rolle in der Erprobung kommt dem Regionalmanagement der LEADER-Region Leipziger Muldenland und der Gewässerverantwortlichen Lisa Petter zu. Sie wird in der Erprobungsphase vor allem mit den Landwirten ausloten, was wie gehen könnte. Wie man die Gewässerränder weiterhin bewirtschaften kann und gleichzeitig das Gewässer schont, stellte Frank Wagener vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement der Hochschule Trier vor. Wagener zeigte, wie Landwirte und kommunale Energieerzeuger einen Teil von gewässerbegleitend wachsenden Gehölzen energetisch verwerten können und so eine lokale Wertschöpfungskette entsteht.
Die abschließende Diskussion war offen, intensiv und geprägt von dem gemeinsamen Ziel, etwas zu bewegen. Die Landnutzer sehen derzeit noch mehrheitlich Probleme und Hindernisse bezüglich der Gewässerentwicklung. „Das Projekt ElmaR soll diesen Problemen und Hindernissen praxisnahe und konkrete Lösungen und Entwicklungschancen gegenüberstellen“, betonte Marsch in seinem Abschlussstatement. Anlass für „ElmaR“ ist der noch mehrheitlich unbefriedigende Zustand der sächsischen Bäche und Flüsse. Für diesen Zustand sind deren Struktur, ihre biologische Ausstattung und die chemische Qualität ausschlaggebend. Der Freistaat Sachsen und auch die Städte und Gemeinden sind aufgrund ihrer gesetzlichen Pflichtaufgaben dazu angehalten, schrittweise den Zustand der Gewässer zu verbessern. Dabei kommt es aber regelmäßig zu Interessenkonflikten zwischen Landnutzern und Eigentümern sowie dem Anliegen der Gewässerentwicklung. Hier setzt das Projekt „ElmaR“ an.

Teilnahme Arbeitstreffen in der LEADER-Region Marburger Land (Freilandhecken mit Potenzial - schützen, pflegen und nutzen) August 2017

Das Regionalmanagement nahm am 21.08.2017 an einem Erfahrungsaustausch mit der LEADER-Region Marburger Land sowie 5 weiteren LEADER-Regionen in Hessen teil, die sich mit dem Thema "Freilandhecken mit Potenzialschützen, pflegen und nutzen" beschäftigen. Die Veranstaltung informierte über die Leader-Initiative und was damit erreicht werden soll, präsentierte erster Ergebnisse aus der Potenzialbetrachtung auf der kommunalen Ebene des Landkreises Marburg-Biedenkopf und gab Informationen zur naturschutzfachlichen und abfallrechtlichen Praxis der Verwertung von Schnittgut aus kommunaler Sammlung und der Landschaftspflege.

TREFFEN DER LANDKREISBEHÖRDEN UND KOMMUNEN OKTOBER 2017

Bereits am 26.10.2017 fand in Grimma ein Arbeitstreffen des Modellprojektes „ElmaR“ statt. Das Projekt, welches derzeit vom Landes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in Kooperation mit dem Fachbüro Stowasserplan GmbH & Co. und der Lokalen Aktionsgruppe Leipziger Muldenland (LEADER) umgesetzt wird, dient der Entwicklung eines Handlungsrahmens zur Umsetzung der Ziele der Euopäischen Wasserrahmenrichtlinie im Freistaat Sachsen. Teilnehmer des Treffens waren unterschiedliche Landkreisbehörden und die Kommunen der LEADER-Region Leipziger Muldenlandes. Ziel der Veranstaltung war es, das weitere Vorgehen des Projektes „ElmaR“ zu diskutieren. Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, das Ingenieurbüro Stowasserplan GmbH & Co. KG und das LEADER-Regionalmanagement informierten die Anwesenden zunächst über den aktuellen Projektstand. Außerdem wurden Meinungen und Erfahrungen der Landkreisbehörden und Kommunen aufgenommen.  Die abschließende Diskussion war offen und intensiv, wodurch viele wichtige Erkenntnisse gewonnen werden konnten. Als nächster Projektschritt stehen nun die Gespräche mit den Akteuren vor Ort auf dem Plan, um die Möglichkeiten der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und Maßnahmen zur Gewässerentwicklung zu besprechen. Die LAG Leipziger Muldenland stellt insbesondere für die Umsetzung von Vorhaben zur Gewässerentwicklung LEADER-Budget im Handlungsfeld „Umwelt & Klima“ zur Verfügung.

Quelle: Christoph Moormann LfULG

Quelle: Christoph Moormann LfULG